Samstag, 20.Juni 2009 (Weltflüchtlingstag)
14:00 Uhr Weißer Turm, Nürnberg
Demo gegen Abschiebungen, Migrationskontrolle und für das Recht auf Bewegungsfreiheit
Menschen flüchten vor Krieg und Folter, aus zahlreichen anderen ausweglosen Situationen, oder einfach mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Führt die Flucht sie zum Beispiel nach Deutschland, werden sie mit Barrieren konfrontiert, die sie von der restlichen Bevölkerung in diesem Land unterscheiden und abgrenzen.Sie werden hier in Sammellagern und Gemeinschaftsunterkünften interniert, entmündigt und isoliert.
Egal ob bei den Behörden oder auf der Straße: Rassistisches Verhalten den Flüchtlingen gegenüber steht an der Tagesordnung.
Abschiebungen verschieben das Problem eines weltweiten Gefälles von arm und reich und sind Anzeichen für ein rassistisches System, das für seine eigenen vorauszusehenden Schäden nicht aufkommen will.
Wer hierbleiben will, soll hierbleiben dürfen! Wer kommen will, soll kommen dürfen!
Grenz- und Migrationskontrollen bedeuten die Kontrolle und Überwachung über Menschen und Territorien.
Wir protestieren gegen Grenzen, wir sind für Menschen!
Bewegungsfreiheit?! Anstatt dass sich jede/r Mensch frei bewegen und leben kann, wo und wie er/sie will, gibt es Gesetze, die genau das verhindern.
Gleiche Rechte und Bewegungsfreiheit für alle!
Regina Kiwanuka ist eine engagierte exil-Menschenrechtsaktivistin: Sie ist Verfasserin von wichtigen Berichten und Artikeln über die Kämpfe von Flüchtlingen und MigrantInnen der Schwarzafrikanischen Gemeinschaft, Aktivistin der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen und von the Voice Refugee Forum.
Bereits in Uganda war Regina Kiwanuka Mitglied der DP (Demokratischen Partei) und der FDC (Forum für einen demokratischen Wandel) und musste ihr Land vor 8 Jahren auf Grund ihrer politischen Verfolgung verlassen. Regina Kiwanukas Folgeantrag wurde vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt. Ihre Duldungen sind nur für wenige Wochen jeweils ausgeschrieben. Regina Kiwanuka ist damit von Abschiebung nach Uganda bedroht, wo ihr Leben, ihre körperliche Unversehrtheit und ihre Freiheit als bekannte Oppositionspolitikerin in Gefahr sind.
Der nach Asyl und Schutz suchende Francis Ddumba floh aus seinem Heimatland Uganda, um seiner dortigen politischen Verfolgung zu entkommen.
Gegen ihn liegt in Uganda ein Haftbefehl wegen Hochverrat vor. Bei Hochverrat drohen politischen Gefangenen Folter und Todesstrafe durch die ugandische Terroreinheit JATT! Der beglaubigte Haftbefehl wegen Hochverrat, mehrere eidesstattliche Versicherungen seiner Schwester und mehrere Zeitungsberichte aus Uganda liegen der deutschen Asylbehörde BAMF und der Ausländerbehörde in Ansbach vor. Trotzdem zeigen sie sich davon unbeeindruckt! Deswegen wurde zusammen mit einem Rechtsbeistand gegen den ablehnenden Bescheid des Bundesamtes Klage erhoben.
Organisiert von Flüchtlings Unterstützung Erlangen (FLUNTERL) und der Karawane Nürnberg